oder: Warum die Evolution wirklich keinen Sinn für das Wesentliche hat
Die Frage ist: Wer hat der Evolution ins gestresste Hirn gesetzt, dass Bananen diese ekelhaften Fäden brauchen? Ich meine, wozu sind die gut? Und braucht die domestizierte Hausbanane von heute diese kleinen Biester wirklich noch zum Überleben? Letzten Endes lebt die gemeine Banane an sich ja nur noch als gut gemeinte Fotovorlage für Gesundheitsmüslis und als bedeutungsschwangeres Phallussymbol in Mittelklasse-Pornofilmen. Und in beiden Fällen ist die Existenz von Fäden direkt unter der Schale evolutionär betrachtet als durchaus fraglich einzustufen.
Im ersten Fall nimmt sie eh keiner wahr, weil im Moment der eventuellen Schalenfreiheit der Bananenfrucht sowieso alles übergeschminkt wird, was die Banane in ihrer Schönheit eintrüben könnte und im zweiten Fall: Also bitte. Wie erotisch kann es denn schon sein, wenn die halbnackte mit Spüli eingeseifte heimatsprachenresistente Haushaltshilfe vor den Augen des lüsternen 1-Euro-Pornogelegenheitsdarstellers eine überreife Markenbanane mit ihren speichelbenetzten Lippen entblößt und dann einen dieser ekelhaften Fäden an ihrem Näschen kleben hat?
Sicherlich muss der Profipornodarsteller von heute spezielle Fortbildungskurse im Schälen aphodisierenden Obstes besuchen, um derlei Pannen schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Schließlich könnte ihn das sonst den Job kosten oder die Produktionsfirma wäre gezwungen auf Alternativgemüse auszuweichen wie zum Beispiel Gurken oder Ingwerknollen. Das kann ja niemand wollen.
Und? Wie lässt sich dieses Problem nun lösen? Ich finde, ein ganz neuer Bereich der Obstforschung sollte ins Leben gerufen werden. Und ich finde das auch keinenfalls übertrieben, schließlich hat es ja auch irgendwer irgendwie geschafft, den Weintrauben ihre Kerne zu entreißen. Völlig verständlich. Braucht ja auch niemand. Ich brauche keine Fäden an den Bananen und bitte hiermit um Entfernung selbiger. Dankeschön.




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