Skurriles von der B-Seite des Gehirns











{Januar 02, 2007}   Von der Lethargie des Jahresendes

oder: Warum man immer die Bedienungsanleitung eines Föns lesen sollte

So, nun ist es endlich soweit. Dieses ganze Feiertagsgehabe hat endlich ein Ende. Endlich wieder ein Stück weit Normalität. Ich möchte mich hiermit nämlich hemmungslos dazu bekennen, der lähmenden Jahresendzeitlethargie verfallen gewesen zu sein. Eine fiese, wirklich gemeine und heimtückische Art der lethargischen Verhaltensstörungen, die mich seit dem 28. Dezember ans Sofa fesselte und mich dazu zwang, das abgrundtief dämliche TV-Programm näher zu betrachten, während diverse Weihnachtsleckereien mit mindestens 90%igem Schokoladenanteil und Nougat-Geschmack ungehindert den Weg in mein Innerstes fanden, wo sie höchstwahrscheinlich auch noch eine Weile bleiben werden.
Aber mal ehrlich, ich finde es schrecklich, dieses kalendarisch erzwungene Nichtstun. Viel zu viel Zeit, die man damit verbringt, sie eben nicht zu verbringen. Mein irgendwann vor Weihnachten bestelltes Buch von amazon ist immer noch nicht da und ein paar andere beruflich bedingt bestellte Sachen lassen auch noch auf sich warten, wenn sie denn nicht sogar der großen vorweihnachtlichen Vergesslichkeit zum Opfer gefallen sind. Diesbezügliche Nachforschungen lassen sich natürlich auch erst heute anstellen, da zwischen den Tagen ja niemand irgendwo anzutreffen ist. Es ist ja nicht so, dass ich den armen Leuten nicht ihren Urlaub gönnen würde, nur bei mir persönlich hält in dieser Zeit eher der lethargische Wahnsinn Einzug, der mich dann dazu zwingt, einfach nichts zu tun, weil man ja eh nichts tun kann…
Ich werde noch einen normalen Tag brauchen, um wieder zur Normalität zurück zu finden. Soweit das denn möglich ist. Ich habe übrigens in meinem lethargischen Dilemma einen wunderbaren Film bezüglich dieser Thematik gesehen. Kleiner fetter und hässlicher Junge wird von keinem gemocht, will aber Ballkönig werden. Es folgten 90 Minuten völlig unvorhersehbare Handlung mit der finalen Aussage, dass natürlich niemand normal ist und jeder das werden kann, was er gerne sein möchte. Auch wenn er 180 Kilo wiegt und drei Marshmallows im engeren Verwandtenkreis aufweist. Der kleine fette Junge ist natürlich Ballkönig geworden. Mit der schönsten Ballkönigin an der Hand, die es an der High-School gab und die natürlich eigentlich dem High-School-Oberhelden versprochen war, der immer fies zu dem kleinen Fettsack war, was sich am Ende natürlich in keiner Weise ausgezahlt hat. Und die Moral von der Geschicht’: Ein Krönchen hat man, oder nicht.

Zum Schluss noch eine wunderbare Weisheit, die ein besoffener Radiomoderator meines schönen Bundeslandes an Silvester in den Äther geschickt hat:

Wer sich die Füße föhnt, hat nasse Haare.




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