oder: Was die katholische Kirche mit Langnese zu tun hat
Yes, endlich ist es amtlich: Ich habe einen latenten Hang zur Völlerei mit nicht zu vernachlässigender Affinität zur Wollust. Wer das sagt? Diese wunderschöne, wirklich wunderschöne Seite hier:
Und wenn ich wunderschön schreibe, dann meine ich auch wunderschön. Diese Seite erfreut mich ungemein. Man kann seine persönliche Todsünden-Affinität testen und so schier unglaubliche Einblicke in die Abgründe der eigenen verworrenen Psyche erhalten. Etwas, das ich mir schon immer gewünscht habe.
Hier mal der Text zur Völlerei, meinem latenten Hang. Latent ist sowieso ein so schönes und aussagekräftiges Wort…
Also hier, bitteschön:
„Die Sünde des ungemässigten Verlangens nach Speise und Trank, Quelle und Wurzel der Fettleibigkeit und Bequemlichkeit.
Nimmt in unserer Zeit mit Fastfood und Couch-Potatoes erschreckendes Ausmaß an.“
Na, wie Recht der Test doch hat! Aber ich habe ja auch noch eine nicht zu vernachlässigende Affinität zur Wollust. Man führe sich dazu folgendes zu Gemüte:
„Die Sünde der ungeordneten geschlechtlichen Begierde, Quelle und Wurzel der Verblendung, der Triebhaftigkeit und der Selbstsucht.
Führt im 21. Jahrhundert mit anhaltendem Boom der Sexbranche und unrühmlichen Kinderpornografie-Affären zu hässlichen Auswüchsen.“
Also zusammenfassend bin ich ein alles fressendes, fettes, sexsüchtiges Egoschwein geradewegs auf dem Weg zum Herzstillstand der modernen Bequemlichkeit.
Aber das ist nicht schlimm, denn meine beiden Todsünden führen die allgemeine Teststatistik an. Das heißt also: Ich bin vollkommen normal! Und der Rest der Welt auch. Wie schön.
Und ist es nicht auch sowieso genau das, worauf es im Leben ankommt? Fressen und ficken?
Ohne diese beiden evolutionär gesehen sehr wichtigen Tätigkeiten würde ich jetzt schließlich nicht hier sitzen und meinen verstaubten Laptop mit meinen evolutionär unterentwickelten Wurstfingern traktieren. Das wäre bedauerlich.
Die Todsünde als Weg ins Leben quasi. Denn alles Schlechte hat ja bekanntlich auch sein Gutes. Und sei es auch nur, dass Langnese eine ganze Magnum-Serie danach benennt.
In diesem Sinne: Man fröne den Lastern, der Tod kommt auch zu den netten Menschen.



